Herbert Tichy
Das Abenteuerliche Leben des Grossen Österreichers 1912 - 1987
Hilde und Willi Senft / 220 Seiten, 60 farbigen Abbildungen / Auflage: 2003 / Hardcover
Im vorliegenden Buch wird das bewegte Leben des Forschers, Bergsteigers, Philosophen und Abenteurers von den beiden Autoren auf spannende Weise lückenlos dargestellt. Der Bogen seiner großen "Lebens-Abenteuer" reicht von der einmaligen kühnen Pilgerfahrt in Verkleidung im Jahre 1935 zum "heiligsten Berg der Welt" bis zur Erstbesteigung des CHO OYU, des siebthöchsten Achttausender im Jahre 1954. Den Cho Oyu hat er mit einfachsten Mitteln und äußerst geringen finanziellen Aufwand - fast im "Westalpenstil" und natürlich ohne Sauerstoff - bezwungen...
Cho Oyu
Gnade der Götter
Herbert Tichy / 300 Seiten, 2.erweiterte Neuauflage zum 50-Jahrjubiläum 2004 der Erstbesteigung / mit zahlreichen Photos, davon einige bisher unveröffentlichten Originalphotos.Illustrationen von Herwig Zens / Auflage: 2004 / Hardcover
JUBILÄUMS-AUSGABE 2004
Vor 50 Jahren gelang einer kleinen österreichischen Expedition unter Leitung von Herbert Tichy zum ersten mal der Weg bis zum Gipfel des 8201 Meter hohen, sechshöchsten Berg der Welt - des CHO OYU. Am 19. Oktober 1954 stand Herbert Tichy gemeinsam mit Sepp Jöchler und dem Sherpa Pasang Dawa Lama auf dem höchsten Punkt des Cho Oyu. Anlässlich des 50-Jahr Jubiläums der Erstbesteigung des Cho Oyu wird
Zum Heiligsten Berg der Welt
Auf Landstraßen und Pilgerpfaden in Afghanistan, Indien und Tibet
Herbert Tichy / NEUAUFLAGE / New Edition / Limitiert / Auflage: 2007 / HardcoverVon Bombay über Agra und Kalkutta nach Burma und wieder nach Westen über Nordwestnepal nach Tibet zum Heiligen Berg Kailas führte den erst 23-jährigen Herbert Tichy seine abenteuerliche Reise, die er teils auf dem Motorrad, teils zu Fuß zurücklegte. Mehr als 70 Jahre liegt diese zweite ausgedehnte Expedition nach Asien zurück - die erste hatte der junge Geologiestudent zwei Jahre zuvor, 1933, mit Max Reisch, ebenfalls auf dem Motorrad absolviert. "Zum Heiligsten Berg der Welt" erscheint 1937 zum ersten Mal und ist der Beginn der reichen und erfolgreichen Tätigkeit Herbert Tichys als Schriftsteller. Die besondere Fähigkeit, in ganz unspektakulärer Weise seine großen Abenteuer zu erzählen und sich dabei selbst auch immer mit einer Portion Selbstironie zu betrachten, ist von Anfang an da. Faszinierend erscheint Tichys Reise, die er in "Zum heiligsten Berg der Welt" erzählt, nicht nur hinsichtlich des Wagnisses zu dieser Zeit mit einem Motorrad und zu Fuß durch unbekannte Gegenden zu reisen, sondern auch aus der Sicht der aktuellen weltpolitischen Situation. Während Tibet heute durch die chinesische Eingliederung viel leichter zugänglich ist - erst kürzlich wurde Llhasa mit dem chinesischen "Mutter"land durch eine mehr als 1100 Kilometer lange Eisenbahnstrecke verbunden - sind Afghanistan und Irak derzeit für Reisende bezüglich Sicherheit nicht besonders empfehlenswert - viel weniger noch als zu Tichys Zeiten. So ist dieses erste Buch von Herbert Tichy also nicht nur ein fesselnder Bericht einer abenteuerlichen Reise, sondern auch ein spannendes Zeugnis der Kulturgeschichte.
Im Land der Namenlosen Berge
Die erste Durchquerung Westtibets
Herbert Tichy / Neuauflange / mit Illustrationen von Herwig Zens / Auflage: 2009 / Hardcover
"Ich habe keine sensationelle Geschichte zu erzählen", warnt Herbert Tichy selbst: Keine Abstürze und Erfrierungen und keine spektakulären Gipfelsiege konnte er nach seiner Rückkehr vorweisen, aber Vertrauen und Freundschaft mit seinen Reisegefährten – den vier Sherpas Pasang, Adjiba, Gyalsen und Pemba. Die alpinen oder geographischen Tatsachen treten, so Tichy, "zurück vor der Erinnerung an Augenblicke eines tiefen Glücks: der erste Anblick des Dhaulagiri von Norden; der brennende Sonnenuntergang am Fuße des Sisne Himal, der das gelbe, trockene Wintergras in eine einzige Flamme verwandelte; Pasangs Händedruck zum Abschied und sein schamhaft gemurmeltes: You come again - now we friends; komm wieder - jetzt sind wir Freunde."
Vier Monate waren die fünf "Vagabunden des Himalaya", wie Tichy sich und seine Kameraden bezeichnete, von Kathmandu westwärts an die indische Grenze gewandert - in einer Höhe zwischen 3000 und 4000 Metern. Manche der zahllosen 5000er und 6000er Gipfel bestieg Tichy auch mit Pasang und benannte die namenlosen Berge. Er besuchte das geheimnisvolle Königreich Mustang, bewunderte den kunstvollen Kopfschmuck der Frauen in Bing-Ding, der ihn an das Goldenen Dachl in Innsbruck erinnerte, aß Rüben mit einem kleinen Mädchen in Muktinath und trank mit dem Polizisten Malik in Mustang Tee und in Omosom am Ufer des Kali-Flusses Schnaps. Zum Abschluß der Wanderung vereinbaren Pasang und Tichy sich im nächsten Jahr wiederzusehen und einen "very high peak" zu besteigen. Es ist der Cho Oyu, den Tichy im Folgejahr tatsächlich im von ihm kreierten Alpinstil erstbesteigt.
Afghanistan
Das Tor zu Indien
Herbert Tichy / Neuauflange / mit Illustrationen von Herwig Zens und einer aktuellen Analyse von Gudrun Harrer / Auflage: 2010 / Hardcover
Die wechselvolle Geschichte Afghanistans
ist geprägt von inneren Kämpfen und äußeren Versuchen der Einflussnahme. Sie war selten über lange Zeiträume friedlich und zeigt auch den unglaublich starken Freiheitswillen seiner Bewohner. Das war im 17. Jahrhundert so und hat sich seither offensichtlich wenig verändert. Herbert Tichy, 1912 in Wien geborener Reiseschriftsteller, Journalist und Photograph hat sich unter dem Eindruck seiner Bekanntschaft mit dem Land und seinen Bewohnern, die er Mitte der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts macht, mit diesen wechselvollen Ereignissen beschäftigt und erzählt diese Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes – spannend, mit Anteilnahme und vor allem als Erlebnisse der Menschen. Auch wenn Afghanistan als zusammenhängender Staat erst 1747 unter Ahmed Schah gegründet wurde, war der Landstrich auch zuvor eine sehr dynamische Region: Beginnend mit den großen Völkerwanderungen, der Heimstadt des Zoroaster über Darius und Alexander, den Buddhismus und den Islam bis zu Dschingis Chan ist das heutige Afghanistan bedeutsam und wird in der Kolonialzeit zum strategischen Raum in den Gebietsansprüchen der Supermächte - damals England mit seinem indischen Reich und Russland. Bemerkenswert sind Tichys Befunde, wie etwa jener, dass die Afghanen „vielleicht die frömmsten und fanatischsten Anhänger Mohammeds sind, die es in Asien gibt“. Berührend sind seine Schilderungen Afghanistans abseits des Kriegs, repräsentiert in einem kleinen Dorf, „das in einem tief eingeschnittenen Tal dahinträumt, ... wo die Natur die kahlen Berge mit den herrlichsten Farbtönen malt“.